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Unter Nassräumen verstehen wir Räumlichkeiten, in denen Türen
einer relativ dauerhaften Feuchtigkeits- oder Nässeeinwirkungen unterliegen.
Es sind also permanente und direkte Feuchte- oder Nässeeinflüsse
auf das Türblatt möglich bzw. zu erwarten. Nassräume sind
Bereiche, in denen normale Türen, aber auch Feuchtraumtüren
als nicht ausreichend gegenüber der auftretenden hygrothermischen
Belastung erachtet werden. Nassraumtüren werden eingesetzt in sogenannten
Nasszellen, Duschen, Bädern, WC, in Spezial-Praxen mit Bädern,
Hotel-Nasszellen, Krankenhäusern mit Dusch- oder Badeeinrichtungen,
Umkleidekabinen und ähnlichen Sanitäranlagen. Da eine Umgebungstemperatur
von maximal 45°C nicht überschritten werden darf, eignet sich
die Nassraumtür nicht als Saunatür.
Im Einsatzbereich von Altenheimen, Krankenhäusern etc., bei denen
gleichzeitig hohe Luftfeuchte- und Temperaturdifferenzen zwischen den
Räumen auftreten können, empfiehlt sich die Verwendung der Klimaklasse
III.
Eine Beanspruchung von Türblättern im Nassraumbereich liegt
vor, wenn eine Tür mehr als nur einer gelegentlichen Feuchte oder
Nässe ausgesetzt ist, also einer dauernden hohen Feuchte bzw. Nässe
unterliegt.
Auf den Einsatz nassraumtauglicher, rostgeschützter Schlösser,
Bänder und Drücker muss geachtet werden, um Rostschäden
und Korrosionen grundsätzlich zu vermeiden.
Das gesamte Türelement, einschließlich aller Beschläge
muss nassraumtauglich sein, daher ist als Zarge eine Edelstahlzarge einzusetzen.
Verzinkte Stahlzargen in Nassräumen rosten bereits nach relativ kurzer
Zeit. Der Einsatz von Holzumfassungszargen ist im Nassraumbereich noch nicht
möglich.
Nassraumtüren haben 2 mm dicke HPL-Decklagen im Dekor der aktuellen PortaLit-
und GetaLit-Dekorkollektionen.
Nach der Montage werden alle verbliebenen offenen Fugen zwischen Zarge
und Wand sowie an der Unterkante der Zarge, zum Boden oder zur Fliese
hin dauerhaft abgedichtet.
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