Nassraum-Türelemente

WESTAG-Nassraumtüren nach RAL RG 426 Teil 3

Unter Nassräumen verstehen wir Räumlichkeiten, in denen Türen einer relativ dauerhaften Feuchtigkeits- oder Nässeeinwirkungen unterliegen. Es sind also permanente und direkte Feuchte- oder Nässeeinflüsse auf das Türblatt möglich bzw. zu erwarten. Nassräume sind Bereiche, in denen normale Türen, aber auch Feuchtraumtüren als nicht ausreichend gegenüber der auftretenden hygrothermischen Belastung erachtet werden. Nassraumtüren werden eingesetzt in sogenannten Nasszellen, Duschen, Bädern, WC, in Spezial-Praxen mit Bädern, Hotel-Nasszellen, Krankenhäusern mit Dusch- oder Badeeinrichtungen, Umkleidekabinen und ähnlichen Sanitäranlagen. Da eine Umgebungstemperatur von maximal 45°C nicht überschritten werden darf, eignet sich die Nassraumtür nicht als Saunatür.

Im Einsatzbereich von Altenheimen, Krankenhäusern etc., bei denen gleichzeitig hohe Luftfeuchte- und Temperaturdifferenzen zwischen den Räumen auftreten können, empfiehlt sich die Verwendung der Klimaklasse III.

Definition:
Eine Beanspruchung von Türblättern im Nassraumbereich liegt vor, wenn eine Tür mehr als nur einer gelegentlichen Feuchte oder Nässe ausgesetzt ist, also einer dauernden hohen Feuchte bzw. Nässe unterliegt.

Auf den Einsatz nassraumtauglicher, rostgeschützter Schlösser, Bänder und Drücker muss geachtet werden, um Rostschäden und Korrosionen grundsätzlich zu vermeiden.
Das gesamte Türelement, einschließlich aller Beschläge muss nassraumtauglich sein, daher ist als Zarge eine Edelstahlzarge einzusetzen. Verzinkte Stahlzargen in Nassräumen rosten bereits nach relativ kurzer Zeit. Der Einsatz von Holzumfassungszargen ist im Nassraumbereich noch nicht möglich.

Nassraumtüren haben 2 mm dicke HPL-Decklagen im Dekor der aktuellen PortaLit- und GetaLit-Dekorkollektionen.

Nach der Montage werden alle verbliebenen offenen Fugen zwischen Zarge und Wand sowie an der Unterkante der Zarge, zum Boden oder zur Fliese hin dauerhaft abgedichtet.