Türrohling für den Außeneinsatz als Laubeneingangtür in witterungsgeschützten Bereichen
 

Grundsätzliches: PORTAL-S
Sonderkonstruktion, Laubengangtür zur Weiterverarbeitung für den Einsatz in witterungsgeschützten Bereichen
Zu den außergewöhnlich stark beanspruchten Türelementen gehören Türblätter und Zargen, die im Außenbereich zum Einsatz kommen. Die mechanische und hygroskopische Belastung ist dort außerordentlich hoch. Die Türkonstruktion muss Temperaturunterschieden von -15 °C im Winter bis zu 70 °C im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung gerecht werden und ist extremen Luftfeuchtigkeitsdifferenzen ausgesetzt.

Bei einer HPL-Dekor-Platte ist der Nachweis der Nachweis der Witterungsbeständigkeit zu erbringen.


Die Westag PORTAL-S Tür wurde nach den aktuellen Normen, Prüfkriterien und Erkenntnissen im Bereich von Außentüren konstruiert und geprüft.

Klimabeanspruchung
Portal- S wurde nach DIN EN 1121 in den Klimakategorien C, D und E erfolgreich geprüft.

C - entspricht den Prüfanforderungen der Klimaklasse III der RAL Güterichtlinie RG 426 für Innentüren, wobei in dieser Kategorie ein verschärftes Feuchtklima geprüft wird.
 
D - entspricht den hohen Luftfeuchtigkeits- und Temperaturdifferenzen im Winter zwischen Innenraumklima von 23° C und 30% Luftfeuchtigkeit und Außenklima von -15° C.
 
E - 

entspricht den extremen Anforderungen einer Haustür im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung von bis zu 70 °C Oberflächentemperatur.

Sollten diese Werte in Einzelfällen wie z.B. in einem besonders starken Winter überschritten werden, führt dies nicht zu einer bleibenden Schädigung der Tür, sondern lediglich zu kurzfristigen Verformungen, welche sich bei einer Wiedereinstellung des normalen Klimas bei der Portal-S Tür aufgrund von Klimaschutzplatte und Metallstabilisator zurückbilden.

Metallstabilisator
Der thermisch getrennte metallverstärkte Stabilisator trägt zu einem erhöhten Stehvermögen der Türblattkonstruktion bei und vermeidet ein Durchbiegen der Tür. Er wurde speziell nach statischen Gesichtspunkten in Hinblick auf ein hohes Widerstandsmoment konstruiert und gefertigt. Diese Eigenschaften werden nicht durch Temperatur- oder Feuchtigkeitseinflüsse beeinträchtigt. Die thermische Trennung verhindert Wärmebrücken und damit auch die dann zu erwartende Tauwasserbildung auf der Türblatt-Oberfläche.

Klimaschutzplatte
Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff. Das heißt, von einem Holzwerkstoff wird Wasser aus der Umgebungsluft aufgenommen und wieder abgegeben. Erfolgt dieser Vorgang unsymmetrisch, zum Beispiel im Herbst bei trockener relativer Innenraum- und hoher Außen-Luftfeuchte, führt dies zu starken Spannungen innerhalb der Türblattkonstruktion und damit zu einem Verziehen der Tür von mehreren Millimetern.

Eine eigens von Westag entwickelte Klimaschutzplatte versiegelt die Oberfläche der PORTAL-S Tür vor eindringender Luftfeuchtigkeit und garantiert damit ein optimales Stehvermögen in Bezug auf hygroskopische Belastungen aufgrund hoher relativer Luftfeuchtigkeits-Differenzen.

Wärmedämmung
In Hinblick auf die EnEv werden besondere Anforderungen an Fenster und Türen gestellt. Hierbei dürfen bestimmte Werte hinsichtlich des Wärmeverlustes nicht überschritten werden. Dabei ist es wichtig, dass jedes Bauteil ein Optimum an Wärmedämmung gewährleistet. Die Portal-S Tür trägt mit ihrer hochwärmedämmenden Einlage aus Kork wesentlich zur Erfüllung dieser Anforderungen bei. Der thermisch getrennte Metall-Stabilisator vermeidet zusätzlich Wärmebrücken und damit die Bildung von Tauwasser an der Türblattoberfläche.

U-Wert
Der Wärmedämmwert der PORTAL-S-Tür wurde nach EN ISO 10211 ermittelt. Daraus ergibt sich der so genannte UD-Wert. Der UD-Wert oder früher k-Wert gibt den Wärmeverlust in Watt (W) pro Fläche (m²) und Temperaturdifferenz (K=Kelvin) an. Je höher der U-Wert um so höher der Wärmeverlust. Je niedriger der U-Wert, um so besser ist die Wärmedämmung der Konstruktion.

Die sehr niedrigen und hervorragenden UD-Werte des Westag PORTAL-S-Türelements wurden für das komplette Element, d.h. Türblatt mit Blockrahmen und Wandanschluss, ermittelt und entsprechen somit den tatsächlich erreichten Werten der betriebsfertigen Tür (mehrdimensionale Betrachtung).

Folgende Anforderungen erfüllen PORTAL-S Türelemente in 56 und 69 mm Dicke:

PORTAL-S-1-56:    UD = 1,1 W/(m²xK)
PORTAL-S-1-69: UD = 0,9 W/(m²xK)

Schallschutz
Westag PORTAL-S Türen sollen den Wohnraum nicht nur vor Kälte, Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen schützen. Eine wesentliche Anforderung ist ebenso der Schallschutz.

Man unterscheidet nach den im Labor geprüften Schalldämmwerten und den minimal am Bau erreichbaren Werten. Aufgrund von Unterschieden in den Abmessungen, Änderungen in der Materialbeschaffenheit etc. wird von den im Schallschutzlabor erreichten Prüfwerten ein Vorhaltemaß von 5 dB abgezogen. Am Markt wird auch häufig der reine Konstruktionswert der Türblatteinlage im abgekitteten Zustand, der dann natürlich über den tatsächlich erreichbaren Werten liegt, angegeben. Westag Türelemente werden grundsätzlich nach DIN EN ISO 140 im betriebsfertigen Zustand geprüft. Unter Berücksichtigung des Vorhaltemaßes von 5 dB handelt es sich um realistische, an der Baustelle nachvollziehbare Ergebnisse. (Siehe hierzu auch das Kapitel Schallschutz)

PORTAL-S-1-56:    37 dB Rw,P = SK32
PORTAL-S-1-69: 37 dB Rw,P = SK32

Verleimung
Westag PORTAL-S Türen werden grundsätzlich mit Leimen der Kategorie D 4 nach DIN EN 204 verklebt. Diese Leime verhindern eine Auflösung der Leimfuge und damit die Ablösung der Deckplatte auch unter Witterungseinfluss. Dies befreit allerdings nicht von einem angemessenen Oberflächenschutz.

Umweltschutz
Die PORTAL-S-Mittel-Einlage besteht aus Kork. Kork ist ein natürlicher und umweltfreundlicher Werkstoff, welcher nachhaltig aus dem Stamm der Korkeiche gewonnen wird. Kork ist recyclebar, enthält keine gesundheitlich bedenklichen Bestandteile und zeichnet sich durch seine hervorragenden technischen Eigenschaften aus.