|
Wandbefestigung Stahlzargen
Nachfolgend werden die Standardbefestigungen von Stahlzargen beschrieben.
Sonderkonstruktionen können gleichwertige oder andere Ankerbefestigungen
notwendig machen. Absprachen zur Abstimmung von Stahlzargentyp und Wandtyp
sind im Vorfeld erforderlich.
Anschluss von Stahlzargen an Massivmauerwerk / Beton:
Unter Berücksichtigung des Meterrisses bei Bodeneinstand wird die
Stahlzarge senkrecht und waagerecht ausgerichtet. Bei Betonwänden
wird die Leibung in der Regel mit einer Flex in Höhe der Anker aufgeschnitten
und die Anker eingeschoben, zur Befestigung in Mauerwerk werden die Maueranker
(Steinanker) in eine geöffnete Mörtelfuge eingeschoben. Anschließend
wird vollflächig eingemörtelt. Dies gilt insbesondere für
den Bereich der Feuerschutz- und Rauchschutz-Türelemente, hier wird
eine vollständige Einmörtelung längs und quer gefordert,
sie ist Bestandteil der amtlichen Zulassung.
Für den nachträglichen Einbau ist eine zweiteilige Stahlzarge
sinnvoll. Dabei wird in der Regel auf den Bodeneinstand verzichtet, da
sonst der Estrich aufgestemmt werden müsste. Am Falzteil der Zarge
sind Schraubanker verschweißt. Nach dem Ausrichten werden die Schraubanker
in der Leibung mit Dübeln verschraubt. Die Gegenzarge wird dann in
die Falznut geschoben. Beide Zargenteile werden in der Nut des Falzes
durch Blechschrauben miteinander verschraubt. Die abschließend eingezogene
Dichtung verdeckt die Schraubköpfe. Eine vollflächige, umlaufende
Einmörtelung längs und quer ist Bedingung der amtlichen Zulassungen für T90-Elemente.
Alternativ zur vollständigen Hintermörtelung ist bei T30- und RS-Türelementen
das Ausfüllen des Zwischenraums mit Gipskartonstreifen zulässig, die
Resthohlräume sind dann mit Gipsmörtel auszufüllen.
Um dem Montageunternehmen in besonderen Fällen schnell behilflich
zu sein,
haben viele Händler den Service dieses Zargentyps. Die Standfläche
ist äußerst klein, dies ermöglicht eine platzsparende
Lagerung, die Lieferung erfolgt wie bei Holzzargen im Paket. Die Vormontage
erfolgt über eine Gehrungseckverbindung durch eine Eckverschraubung
der 3 Zargenteile miteinander. Eine entsprechende Befestigung
durch Vermörtelung im Mauerwerk erfolgt wie oben bereits beschrieben.
Bei Stahlzargen, deren Spiegel mit der Wandebene bündig liegen soll
oder die zwischen durchlaufenden Wänden gesetzt werden müssen,
kann eine Dübelmontage die sinnvolle Lösung sein. Dabei werden
vor Ort Dübelplatten auf die Wand gedübelt, die Anker der Stahlzarge
werden dann damit verschweisst. Es ist darauf zu achten, dass der Luftspalt
so groß gewählt wird, daß eine Verschweissung der Anker
an die Dübelplatte problemlos möglich ist, Empfehlung ca. 20
mm. Bei der Befestigung von Feuer- und Rauchschutz-Stahlzargen ist auf
zugelassene Dübel zu achten.
Anschluss von Stahlzargen an Leichtbauwand-Metallständerwerk:
Die Leichtbauwand mit GKF-Platten hat in der Regel ein U-Ständerprofil,mit
dem die Anker der Stahlzarge verschraubt werden. Stahlzargen für
Leichtbauwände werden ohne Bodeneinstand geliefert. In Standard haben
diese Stahlzargen auf der Falzgegenseite eine Spiegelverbreiterung, so
daß Breite und Höhe der Zarge, gemessen an den Spiegelkanten,
auf Falzseite und Falzgegenseite gleich sind.
Beispiel: Spiegel 35/50 mm bei Normzarge für gefälzte Türen
bzw. Spiegel
35/65 mm bei Doppelfalzzarge. Bei schweren Türen sollten entsprechend
dem eingesetzten Trennwandsystem ausreichend dimensionierte U-Ständerprofile
gewählt werden, die ein Schwingen bzw. Vibrationen der Wand verhindern.
Entsprechende Absprachen mit dem Trennwandbauer sind notwendig.
Die einteilige Stahlzarge hat Hutanker an den Längsseiten, diese
werden nach waagerechter und senkrechter Ausrichtung mit dem Ständerprofil
der Wand verschraubt. Die Beplankung bzw. Schließung der Wand erfolgt
erst danach, verbleibende Hohlräume sind bei T30-Feuerschutz-, Rauchschutz-
und Schallschutz-Türelementen vor der Beplankung mit Brandschutz-Mineralwolle
auszustopfen. Dabei ist darauf zu achten, daß die abschließende
Beplankung beidseitig in das Spiegelprofil hinter die Maulweitenkante,
eingeschoben wird. T90-Feuerschutz-Türelemente müssen auch bei
Leichtbauwänden voll hintermörtelt werden.
Diese ist im Prinzip aufgebaut, wie bereits oben im Massivmauerwerk beschrieben.
Nach dem Ausrichten wird die Zarge mit den Schraubankern am Ständerprofil
verschraubt. Vor Einschub der Gegenzarge in die Falznut wird mit Mineralwolle
hinterstopft (T30/RS/Schallschutzelemente). T90-Feuerschutz-Türelemente
müssen voll hintermörtelt werden.
Hier gilt das bereits unter Massivmauerwerk Beschriebene, die Vorgehensweise
ist gleich.
Bei allen Türelementen, insbesondere den Feuer- und Rauchschutz-Türelementen
sowie den weiteren Funktionselementen, sind die entsprechenden beiliegenden
Montageanleitungen unbedingt zu beachten.
|