Technische Details : Funktionsteile : Schlösser : Funktionsschlösser
 
Schlösser für Funktionstüren
Schlösser nach DIN 18250
Schlösser für den Einsatz in Feuerschutz-Türelementen nach DIN 4102 und Rauchschutz-Türelementen nach DIN 18095. Folgender Unterschied besteht zu Schlössern nach DIN 18251:

· Schlosskasten allseitig geschlossen.
· Die Falle darf nicht von links auf rechts umgelegt werden.
· Der Stulp ist mindestens an drei Stellen unlösbar befestigt.
· Die Nuss ist 9 mm zur Aufnahme des 9 mm Vierkantstiftes.
· Mindestens Klasse 3

Rohrrahmenschloss
Für den Einsatz in Türen mit sehr schmalen Friesen. Sie werden lediglich in Anlehnung an DIN 18250 / 18251 hergestellt, da eine Normung nach DIN oder EN bisher nicht vorliegt. Schlösser dieses Typs haben andere Maße und sind auch mit Panikfunktion erhältlich. Das Dornmaß beträgt hier 45 mm, der Abstand beträgt 92 mm. Eine Wechselfunktion ist Standard. Die WESTAG verwendet diese Schlösser für das massive Rahmentürprogramm T30-RA68 und RS-RA68 .

Schloss mit Dreifachverriegelung:
Die Wünsche des Bauherrn nach mehr Sicherheit werden hier optimiert. Neben normalen Schlössern, sind komplette 3-fach-Verriegelungen ein hoher Standard an passiver Sicherheit z.B. bei einbruchhemmenden Wohnungsabschlusstüren der Klassen ET1/ WK2 oder aber ET2 / WK3. Die Funktion sieht neben dem mittigen Schloss je eine zusätzliche Verriegelung oben und unten vor, die über die Schlüsseldrehung verriegelt oder entriegelt werden kann. Die Zargensysteme sind mit entsprechenden Zusatzschließblechen ausgestattet. Entsprechend klassifizierte Sicherheitsdrückergarnituren sind zwingende Voraussetzung des Gesamtsystems. WESTAG-Dreifachverriegelung in Standardausführung siehe Zeichnung, behindertengerechte Ausführung auf Anfrage.

Nassraumschloss
PZ- oder Bad -Schloss
Für den Einsatz in Nassräumen muss ein Schloss bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Nassraumtauglichkeit wird sichergestellt durch folgende Eigenschaften (Korrosionsschutz nach EN 1670):
· Schlossstulp in Edelstahl
· Falle und Riegel verchromt
· Schlosskasten und Schlossnuss rein Messing oder entsprechend beschichtet.
· Das Eindringen von Spritzwasser in das Schloss sollte vermieden werden um die Funktion nicht zu beeinträchtigen.

Schloss für Strahlenschutz nach DIN 6834
Zu den Besonderheiten der verschiedenen Schlosstypen gehört das Strahlenschutzschloss. Für Bereiche unterhalb 2 mm Bleigleichwert der Tür, darf in der Regel ein entsprechendes PZ-Schloss für schwere Türblätter (Klasse 3) eingesetzt werden. Bei einem Bleigleichwert von 2 mm und höher ist ein Spezialschloss einzusetzen, dass verhindern soll, dass der direkte Strahlendurchgang durch Öffnungen für Drücker und Schlüssellöcher möglich ist. Es werden jeweils über das Dornmaß 40 und 80 mm Drückerhalb-Garnituren und Halbzylinder eingesetzt. Hierbei ist zu beachten, dass das Dornmaß 40 mm, immer auf der Türöffnungsseite liegt, da sonst eine geregelte Türschließung bzw. -öffnung von der Leibungsseite der Zarge (Schließfläche der Tür) wegen zu geringen Abstands nicht mehr erfolgen kann.

Schlossfräsungen und -bohrungen:
Modernste Techniken ermöglichen heute sämtliche Schlossfräsungen und Querbohrungen für Drücker- oder Schlüssellöcher, Treibriegel, Mehrfachverriegelungen, Magnetkarten- oder Codekarten-Systeme für den bauseitigen Einbau in WESTAG-Türen im Objektbereich. Ein Höchstmaß an gegenseitiger Abstimmung ist notwendig.